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Heddas Ehemann, Kunsthistoriker und Pantoffelheld im wahrsten Sinne des Wortes, ist als Fußnotengelehrter viel zu schwach, um seiner Frau ein ebenbürtiger Partner zu sein. Und vielleicht ist Hedda auch nur auf der Suche nach Freiheit – ihrer ganz individuellen Befreiung von der Macht des längst verstorbenen Vaters, den sie mit seinem Namen in ihre Ehe importiert hat.
In eine Ehe, die ihr gutbürgerliche Sicherheit verheisst, aber keine Liebe. Auch sie liebt nicht. Nicht einmal sich selbst. Ein Zeitstück, damals wie heute. Denn der Autor hat ein Szenarium entworfen, das sich Wort für Wort, Gefühl für Gefühl, Haltung für Haltung jetzt hier ereignen könnte. Die Welt ist voller Hedda Gablers, vielleicht wissen sie es nicht. Ibsen nannte das Lebenslüge.
Zwei Tage und eine Nacht genügen ihm, um die Not und die Träume von sechs Seelen zu beschreiben. Das Ende birgt wenig Hoffnung. Wer hätte Hedda helfen können? Nur sie sich selber.
Schauspiel von Henrik Ibsen
Regie Alice Buddeberg
Koproduktion Ruhrfestspiele Recklinghausen,
Schauspiel Frankfurt/M*
Premiere der Inszenierung bei den Ruhrfestspielen

