Der Menschenfeind Theater BremenMolière, Schöpfer der französischen Sitten- und Charakterkomödie, rückt mit scharfem Verstand und auf hintergründig-tragikomische Weise den Lastern und Schwächen (nicht nur) seiner Zeit zu Leibe. Auf diese Weise zeigt „Der Menschenfeind“, entstanden als Kulturbild des gesellschaftlichen Lebens und Treibens in Paris zur Zeit Ludwigs XIV., die Unmöglichkeit grundsätzlicher und somit auch heutiger Gesellschaftskritik. Allein Lüge, Selbstliebe und Heuchelei kann Alceste in seinen Mitmenschen und in der Welt im Allgemeinen erkennen – eine Welt, in der Schein mehr bedeutet als Sein. Die verlogene Gesellschaft anklagend, versucht er hinter die Fassade des trügerischen Scheins zu blicken, womit er nicht nur auf Unverständnis stößt, sondern auch komisch wirkt. Nach üblen Machenschaften und Enttäuschungen von allen Seiten zieht sich Alceste zurück – auf der Suche nach einem „Winkel, wo man als Ehrenmann noch ungestört und in Frieden leben kann.“

KRITIKEN Weser Kurier, Nachtkritik, Die Welt, NWZ Online, TAZ Nord

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