Warteraum Zukunft, Schauspielhaus Hamburg Herbst 2010

verfasst Tuesday, June 1st, 2010 um 5:22 pm

Bilder von www.schauspielhaus.deEin Angestellter, der wartet. Er ist jung. Die Karriere liegt noch vor ihm. Er hat Hoffnungen. Worauf? Auf einen Karrieresprung. Und dann einen zweiten. Und dritten. Bis er oben ist. Nichts bewegt sich. Er fühlt sich hochbegabt. Die Frauen verheißen ihm vieles. Aber nein. Der Stumpfsinn des Arbeitsalltags macht ihn mürbe. Da schlittert er so allmählich in Richtung Katastrophe. Eine schöne lakonische Komik und sprachliche Prägnanz lassen die Schilderung dieser hoffnungslosen Angestelltenkarriere kalt leuchten. „Leben imWarteraum Zukunft, am Ort der nicht erfolgten Revolte, hier im Vertrauen auf die Generationen davor, die Platz machen werden, die schon im Boot sitzend die Hand reichen. Um es vorwegzunehmen: Das Warten ist vergebens, keine Hilfe in Sicht, es rette sich ein jeder selbst.“ So der Autor. Oliver Kluck wurde 1980 auf Rügen geboren. Er studierte Dramaturgie, Prosa und Essayistik. Sein StückDas Prinzip Meese 2010 wird vom Maxim Gorki Theater Berlin aufgeführt. Am Theater Chemnitz fand die Uraufführung von Zum Parteitag Bananenstatt.

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Für Warteraum Zukunft habe ich in Zusammenarbeit mit der Bühnenbildnerin Cora Saller Klangapparte nach dem optischen Vorbild der italienischen Futuristen entworfen. Diese sind mit Mikrofonen und Lautsprechern an einen Looppatch in Ableton Live gebunden, so dass die Schauspieler selbst sich Räume durch den Klang erstellen können. Dafür benutzen sie Altagsgegenstände wie Milchschäumer, Luftballons und Fahrräder. – Stefan Paul Goetsch

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